Pro Jahr passieren in Deutschland im Durchschnitt alleine 200.000 Wohnungsbrände, d.h. dass sich alle zwei Minuten in unserer Gegend ein Brand entzündet. In Deutschland sterben jedes Jahr rund 600 Menschen an Wohnungsbränden. Die meisten Brände, die tödlich ausgehen, passieren in der Nacht, da die Opfer das Feuer nicht bemerken oder sich leider erst viel zu spät in Sicherheit bringen können.

Die meisten Menschen sterben bei Wohnungsbränden durch den entstehenden Rauch und die damit entstehende Gefahr zu ersticken. Aus diesem Grunde sind Brände mit hoher Rauchentwicklung besonders gefährlich.

In Deutschland kommen immer weniger Menschen durch Brände ums Leben. Die meisten Brände in Deutschland werden durch Elektrizität verursacht, an zweiter Stelle steht menschliches Fehlverhalten.

70 % der Brandopfer verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden, weil nachts schläft auch der Geruchssinn, sodass die Opfer im Schlaf überrascht werden - ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.
Chemie und Physik der Verbrennung
Voraussetzungen für eine Verbrennung sind:
- ein brennbarer Stoff
- Sauerstoff
- Wärme
- ein richtiges Mengenverhältnis
- Katalysatoren
Flammpunkt
Ist die niedrigste Temperatur in Grad Celsius, bei der sich unter Normaldruck soviel Dampf entwickelt, dass er zusammen mit der Luft über dem Flüssigkeitsspiegel ein entflammbares Gemisch ergibt.
Zündtemperatur
Ist die Temperatur in Grad Celsius, bei der die Substanz Selbstentzündung bei Berührung mit heißen Körpern zeigt.
Mechanische Funkenbildung
Durch bewegte Teile kommt es zu einer Reibbeanspruchung (Metallteile reiben aufeinander) und die Ausbildung einer Zündquelle ist potenziell möglich (mechanischer Funke, heiße Reibstelle).
Siedepunkt
Der Siedepunkt einer Flüssigkeit ist die Temperatur, bei der ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht.
Löschmittel
Haben die Aufgabe, brennende Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Brandklasse und vorherrschender Umfeldbedingungen zu löschen. Jedes Löschmittel besitzt eine Hauptlöschwirkung und eventuell Nebenlöschwirkungen.
Oxidation
Ist die Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff, dabei entstehen Oxide.
Explosionsbereich
Ist die Konzentration, in der sich brennbare Gase, Nebel oder Dämpfe im Gemisch mit Luft oder einem anderen die Verbrennung unterhaltendem Gas zünden lassen. Er liegt zwischen den Explosionsgrenzen, d.h. den unteren und oberen Grenzkonzentrationen, innerhalb derer das Gemisch durch Erhitzen zum Entflammen gebracht werden kann.
Die Flamme
Flammentemperaturen
Die Flammentemperatur verändert sich je nach Beschaffenheit der brennbaren Substanz:
Feste Brennstoffe: von 500 bis 800 °C
Flüssige Brennstoffe: von 1300 bis 1600 °C
Gasförmige Brennstoffe: von 1600 bis 3000 °C
Einige praktische Beispiele:
Zigarette: von 200 bis 400 °C
Zündholz: über 600 °C
Funken: von 600 bis 1000 °C
Brandursachen in Deutschland
Wo kann an Bord eines Schiffes ein Feuer entstehen?
Überall, wo offene Flammen und leicht entzündliche Stoffe sind, ist die Brandgefahr am höchsten. An Bord heißt die Gefahrenquelle Nummer eins die Küche. Hier wird mit Gas, Spiritus, Petroleum, Diesel oder Benzin, also auf offener Flamme, gekocht.
Auch im Motorraum lauert die Brandgefahr. In diesem Fall geht sie von leicht entzündlichen Brennstoffen aus, wie Kraftstoff und Öl, in unmittelbarer Nähe glühender Turbolader und heißer Abgasleitungen.
Eine weitere Gefahrenquelle ist die Bordelektrik. Und das auch bei 12 V und 24 V Anlagen und nicht nur bei 230 V. Hier bietet die gesamte Verkabelung von Beleuchtung bis Ladegerät beste Voraussetzungen für schmorende Leitungen.
Feuer können auch durch unsachgemäße Reparaturarbeiten mit Lötkolben, Heißluftpistole oder gar Schweißgeräte am Schiff entstehen.
Löschmittel
Löschmittel haben die Aufgabe, brennende Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Brandklasse und vorherrschender Umfeldbedingungen (beispielsweise Personengefährdung oder Raumgröße) zu löschen. Sie werden zur Brandbekämpfung von den Feuerwehren oder in automatischen Feuerlöschanlagen eingesetzt oder stehen zur Selbsthilfe in tragbaren Feuerlöschern oder mobilen Feuerlöschgeräten zur Verfügung. Jedes Löschmittel besitzt eine Hauptlöschwirkung und eventuelle Nebenlöschwirkungen. Die falsche Auswahl des Löschmittels kann fatale Folgen haben. So reagieren einige chemische Stoffe mit Wasser. Bei chemischen Löschmitteln werden bei hohen Temperaturen bisweilen Moleküle aufgebrochen und gehen neue Verbindungen ein. Mögliche Folgen sind Explosionsgefahr oder Säurebildung.

Wasser
Wasser ist geeignet für die Brandklasse A. Das Löschmittel hat gegenüber anderen Löschmitteln Vorteile: Es ist preisgünstig, nicht giftig, pH-neutral, nicht ätzend, meistens ausreichend vorhanden und einfach zu fördern.
Wasser darf nicht bei brennenden Metallen benutzt werden, da die enorme Hitze das Wasser chemisch aufspalten würde. Der enthaltene Sauerstoff würde das Feuer explosionsartig anfachen und der Wasserstoff verbrennen. Unter Umständen kann es auch durch die Mischung des Wasserstoffes mit Luftsauerstoff zur Bildung von hochexplosivem Knallgas kommen.

Achtung
Bei Bränden von Fetten und Ölen mit Temperaturen oberhalb von 100 °C ist zu beachten, dass Wasser bei Kontakt sofort verdampft und das brennende Öl mitreißt und verspritzt. Der entstehende Ölnebel hat eine große Oberfläche, damit eine große Angriffsfläche für den Luftsauerstoff und verbrennt explosionsartig (Fettexplosion).
Die elektrische Leitfähigkeit von Wasser birgt die Gefahr, mit Hochspannung in Kontakt zu kommen und einen elektrischen Schlag zu erleiden.
Hauptlöschwirkung: Abkühlen
Nebenlöschwirkung: Ersticken
Wasser mit Zusätzen
Netzmittel / Netzwasser
Ein Netzmittel ist ein Zusatz zum Löschwasser für die Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers. Die fertige Mischung wird "Netzwasser" genannt. Netzmittel werden zugesetzt, um durch Herabsetzen der Oberflächenspannung das Eindringen des Löschmittels in das Brandgut zu verbessern, um damit auch tief oder versteckt liegende Glutbrände zu erreichen. Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass durch den Einsatz von Netzmitteln auch Brände in Gebäuden, für die früher reines Wasser verwendet wurde, effizienter bekämpft werden können. Löschwasserschäden durch abfließendes Löschwasser lassen sich vermindern, wenn das Wasser gezielt in das Brandgut eindringt und nicht aufgrund der Oberflächenspannung abfließt.
Gelbildner
Diese Zusätze basieren in der Regel auf Superabsorbern und können als Pulver oder Emulsion vorgehalten werden. Gelbildner ermöglichen bei Schüttgütern die Schaffung einer luftdichten Sperrschicht, die deutlich stabiler ist als ein Schaumteppich, länger bestehen bleibt und deutlich weniger Wasser an das Brandgut abgibt. Der Wasserverbrauch ist bei bestimmten Feuerszenarien erheblich geringer. Löschgel ist in fast allen Fällen attraktiv, in denen Wasser nur mühsam und mit hohen Kosten transportiert werden kann, weil man beispielsweise Helikopter verwenden muss.
Retardants
Retardants sind Zusätze zum Löschwasser, die vor allem zur Brandbekämpfung bei Vegetationsbränden mit Flugzeugen eingesetzt werden. Sie sollen die Verdunstung vermindern, den Siedepunkt erhöhen und durch ihre Farbe die Stellen, auf die bereits Löschmittel aufgebracht wurde, besser erkennbar machen. Viele dieser Mittel basieren zu großen Teilen auf Salzen aus der Kunstdüngerindustrie.
Salze
Salze sind auch in Handfeuerlöschern gebräuchlich. Sie erhöhen den Siedepunkt des Wassers und so die Löschkraft.
Löschschaum
Löschschaum ist ein Löschmittel, das durch Zusetzen eines Schaummittels zum Wasser mit anschließend zugeführter Luft erzeugt wird. Löschschaum wirkt erstickend, indem er eine Luft undurchlässige Schicht über den brennbaren Stoff legt.
Es werden drei Arten unterschieden:
Hauptlöschwirkung: Ersticken
Nebenlöschwirkung: Abkühlen
Druckluftschaum
Das Druckluftschaum-Verfahren (auch bezeichnet als CAFS: Compressed Air Foam System) unterscheidet sich durch die Art der Zuführung der zur Schaumbildung benötigten Luft. Es wird die Luft als Druckluft dem Wasser/Schaum-Gemisch zugeführt. Dies geschieht im Feuerwehrfahrzeug, beziehungsweise bei stationären Anlagen an einer Pumpe beziehungsweise einem Schaummittelzumischer. Der Schaum wird komplett fertig durch die Schläuche zum Strahlrohr gefördert. Bei herkömmlichen Verfahren würde die Luft erst am Schaumstrahlrohr aufgenommen werden.
Löschpulver
Löschpulver sind Gemenge sehr fein zerteilter fester Chemikalien, die eine Verbrennung unterbinden. Die Unterbindung geschieht entweder durch Erstickung (Brandklassen A+D) und/oder Inhibition (Brandklasse B+C).
Es werden drei Arten differenziert:
Inertgase
Die Löschwirkung von Argon, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid wird durch die Verdrängung des Luftsauerstoffes erreicht. Man spricht hier vom Stickeffekt, der bei Unterschreitung des für die Verbrennung erforderlichen spezifischen Grenzwertes eintritt. In den meisten Fällen erlischt das Feuer schon bei einer Sauerstoffabsenkung auf 13,8 Vol.-%. Dazu muss das vorhandene Luftvolumen nur um etwa ein Drittel verdrängt werden. Zur Verbesserung der Löscheigenschaften werden auch Mischungen der vorher genannten Gase verwendet, wie etwa Inergen.
Kohlenstoffdioxid
Kohlenstoffdioxid ist für die Bekämpfung von Bränden der Brandklassen B und C geeignet. Es wird als einziges Löschgas auch in Feuerlöschern und Feuerlöschgeräten eingesetzt. In stationären Feuerlöschanlagen wird Kohlenstoffdioxid druckverflüssigt oder gekühlt bei −20 °C gelagert. Durch die Flüssiglagerung können deutlich größere Löschmittelvorräte platzsparend vorgehalten werden. Da Kohlenstoffdioxid bei hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich ist, schreiben die Berufsgenossenschaften bei Überschreitung eines Grenzwertes von mehr als 5 Vol.-% besondere Schutzmaßnahmen vor. Es wird als Löschmittel vor allem in elektrischen und elektronischen Anlagen eingesetzt, da es nicht elektrisch leitend ist. Durch die extreme Kälte werden jedoch magnetische Datenträger zerstört. Bei der Anwendung muss insbesondere darauf geachtet werden, dass Kohlenstoffdioxid ein Atemgift ist. Es kann nicht zum Löschen brennender Leichtmetalle − beispielsweise Batterien − eingesetzt werden. Auf älteren Kohlenstoffdioxidlöschern findet sich bisweilen auch die Bezeichnung Kohlensäurelöscher.
Hauptlöschwirkung: Ersticken
Nebenlöschwirkung: Abkühlen – praktisch aber kaum relevant
Argon
Argon ist ein Edelgas, das aus der Umgebungsluft gewonnen wird. Es wird für stationäre Feuerlöschanlagen gasförmig verdichtet in Hochdruckstahlflaschen gelagert wird. Der maximale Betriebsdruck liegt bei 300 bar. Argon ist nicht giftig, aber es kann beim Aufbau der erforderlichen Löschkonzentration eine Gefährdung durch Brandgase und Sauerstoffmangel entstehen. Es ist zu 0,93 Vol.-% in der Atmosphäre enthalten. Seine Dichte im Verhältnis zur Luft beträgt 1,38:1.
Hinweis: Bei hoher Löschkonzentration kann im Einsatzfall eine Personengefährdung durch Sauerstoffmangel entstehen.
Hauptlöschwirkung: Ersticken
Stickstoff
Stickstoff ist ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas, das zu 78,1 Vol.-% in der Atmosphäre enthalten ist. Seine Dichte im Verhältnis zu Luft beträgt 0,967:1. Als Löschmittel für stationäre Feuerlöschanlagen wird Stickstoff gasförmig verdichtet in Hochdruck-Stahlflaschen gelagert. Stickstoff ist nicht giftig. Stickstoff hat gegenüber Kohlendioxid den Vorteil, dass es nicht als Schnee austritt, sondern komplett vom flüssigen Zustand in den gasförmigen übertritt. Bei hoher Löschkonzentration kann eine Personengefährdung durch Sauerstoffmangel entstehen.
Hauptlöschwirkung: Ersticken
Aerosol Löschmittel
Aerosol-Feuerlöscher und -Löschanlagen arbeiten mit einer festen, aerosolbildenden Verbindung, die sich nach Aktivierung in ein schnell expandierendes, sehr zweckmäßiges und wirkungsvolles trockenes Löschaerosol wandelt. Aerosol-Löschsysteme haben positive Eigenschaften. Das Prinzip ist eine spezielle Art eines Pulverlöschers. Sie erfüllen die DIN CEN/TR 15276-1 und DIN CEN/TR 15276-2.
Halone (Chemisch wirkende Löschgase oder Flüssiggase)
Nachdem - aufgrund ihrer umweltschädigenden Wirkungen - Halone verboten wurden, haben heute einige Unternehmen wieder „neue“ Halone zu Feuerlöschzwecken im Programm, die hinsichtlich ihrer ozonschädigenden Wirkung (ODP) problemlos sein sollen. Zumindest teilweise haben diese Halone auch bereits eine EU-Zulassung erhalten. Halone löschen durch Störung des Verbrennungsablaufs, indem sie zu einer Kettenabbruchreaktion führen. Dieses Verfahren erfordert weniger Löschmittelvolumen.
Mizellen-Einkapselung-Agenzien
Mizellen-Einkapselung-Agenzien sind eine neue Gruppe von Löschmitteln. Diese sind hocheffektive Löschmittelzusätze bei der Bekämpfung von Kohlebränden. Mit ihm können Brände der Brandklassen A, B und Teilbereiche der Brandklassen C, D, F bekämpft werden. Ausgelaufene Flüssigkeiten, z. B. ausgelaufene Betriebsstoffe nach einem Verkehrsunfall, können inertisiert werden. Fernab feuerwehrspezifischer Zwecke werden Mizellen-Einkapselung-Agenzien zur industriellen Tankentgasung/Tankreinigung eingesetzt. Zwischenzeitlich haben sich Mizellen-Einkapselung-Agenzien auch bei Bränden von Elektrofahrzeugen bewährt. Das erste in Deutschland erhältliche Löschmittel dieser Gruppe der Mizellen-Einkapselung-Agenzien ist F-500.
Feuerlöscher
Aufladelöscher
Das „Scharfmachen“ oder Aufladen erfolgt erst unmittelbar vor dem Gebrauch.
Treibgas wird in einer separaten Patrone mitgeführt und erst zum Löschmittel geführt, wenn man den Löscher entsichert.
Dauerdrucklöscher
Treibmittel und Löschmittel befinden sich in einem Druckbehälter. Undichtigkeit des Behälters führt zur Funktionsunfähigkeit.
Arten von Feuerlöschern

Schaumfeuerlöscher (Brandklasse A, B)
Das Löschmittel wird dosiert und gezielt ausgebracht und legt einen Film über den Brand. Eine Wiederentzündung wird dadurch verhindert. Die Umwelt wird durch den Schaum kaum belastet und kann leicht entfernt werden. Empfohlen wird der Feuerlöscher insbesondere für Büroräume, Werkstätten oder Lager mit brennbaren Flüssigkeiten.

Wasserfeuerlöscher (Brandklasse A)
Die gezielte und dosierte Ausbringung von Wasser als Löschmittel absorbiert Wärme und die Umwelt wird dadurch nicht belastet. Der Feuerlöscher eignet sich für Feststoffbrände wie z.B. Holz, Papier oder Kohle. Empfohlen wird der Löscher insbesondere für Büroräume.

Pulverfeuerlöscher (Brandklasse A, B, C)
Pulver löscht schlagartig, effektiv, umschließt den Brand großflächig und erstickt ihn. Allerdings lassen die Rückstände des Pulvers nur eine bedingte Nutzung im Bürobereich, aber eine bessere für offene Räumlichkeiten wie Parkhäuser, Tankstellen oder Lager zu.

Fettbrandfeuerlöscher (Brandklasse A, B, F)
Das Speziallöschmittel ist hervorragend geeignet zur Bekämpfung von brennenden Speisefetten und –ölen bei Frostsicherheit bis -30°C. GLORIA-Fettbrandfeuerlöscher sind außerdem für die Brandklassen A und B zugelassen. Besonders geeignet für Küchenbetriebe, Gastronomie, Boote, bewohnbare Fahrzeuge und allgemein im Privathaushalt.

Kohlendioxidfeuerlöscher (Brandklasse B)
Der Sauerstoff wir dem Brand entzogen und damit gelöscht, allerdings besteht hier Erstickungsgefahr in geschlossenen Räumen! Absolut rückstandsfrei und daher gut geeignet für elektrische Anlagen, EDV-Bereiche und Lager mit wertvollen Inhalten.

Metallbrandfeuerlöscher (Brandklasse D)
Metallbrandfeuerlöscher sind eine Sonderform des Pulverfeuerlöschers, der den Brand mit einem Spezialpulver umschließt und durch ein Applikatorrohr mit Brause löscht. Eignet sich für alle metallverarbeitenden Betriebe. Auch für Lithium-Ionen-Akkus geeignet.
Mindestfunktionsdauer von Feuerlöschern
Feuerlöscher - Überprüfung
Zur Überprüfung eines Feuerlöschers gibt es in Deutschland die DIN EN 3, in Österreich ÖNORM F-1053 Überprüfung und Wartung (11/2004) und die vom Hersteller erlassenen Prüf- und Füllvorschriften. Ein Feuerlöscher muss in der Regel vor Ablauf von zwei Jahren auf seine Funktion überprüft werden (Sonderregelungen sind zu beachten!).
Die Überprüfung dient vor allem:
- der ordnungsgemäßen Funktion des Feuerlöschers
- der Sicherheit des Benutzers eines Feuerlöschers (hoher Druck)
Grundprinzipien des Brandlöschens
Die geeignete Stoffauswahl schließt Brände aus. Dem Brand wird der Brennstoff entzogen und das Feuer erlischt. Ein Brand wird durch ausreichende Sauerstoffzufuhr unterhalten. Löschen heißt also die Sauerstoffzufuhr unterbrechen, z.B. durch Abdecken der Flammen. Gelingt die Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr nur teilweise, wird der Brand immer wieder aufflackern. Wo sich Zündquellen ausschließen lassen, kann ein Brand nicht entstehen. Löschen eines Brandes durch Entfernen der Zündquelle ist dann möglich, wenn mit geeigneten Mitteln die Brandtemperatur unter die stoffbedingt erforderliche Zündtemperatur abgesenkt wird.
Richtiger Einsatz von Feuerlöschgeräten
Sicherheitsrolle
Die Sicherheitsrolle oder station bill (auch engl. muster list) ist der Plan zur Organisation der Sicherheit an Bord von Seeschiffen und Fahrgastschiffen bzw. Kabinenschiffen in der Binnenschifffahrt. Sie beinhaltet die Aufgaben eines jeden Besatzungsmitgliedes an Bord und ist gegliedert nach Rang, Name, Aufgaben und in die einzelnen Gefahrensituationen.
Jedes Besatzungsmitglied hat dort eine zugeordnete Rolle in den verschiedenen Notsituationen:
- Feuer an Bord
- Mensch über Bord
- Havarie
- Evakuierung
Sicherheitsplan - Beispiel
Was tun, wenn es brennt?
Kommt es zu einem Feuer, ist die Reihenfolge der Maßnahmen wichtig und deshalb einzuhalten:
- Feuerwehr alamieren
- auf hoher See per Funk/DSC (Ruf 112)
- Rettungsleitstelle in Bremen (Ruf 0421-53 68 70)
- beziehungsweise DGZRS (Ruf 0421-53 70 70)
- gefährdete Personen retten
- Löschangriff einleiten
Je nachdem, wo und was brennt, muss man die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren.
- Feuerwehr alarmieren
- auf hoher See per Funk/DSC (Ruf 112)
- Rettungsleitstelle in Bremen (Ruf 0421-53 68 70)
- beziehungsweise DGZRS (Ruf 0421-53 70 70)
- gefährdete Personen retten
- Löschangriff einleiten
Feuer in der Bordküche
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn durch Überhitzen Fett in Brand geraten ist. Hier auf keinen Fall mit Wasser löschen! Durch die extrem hohen Temperaturen würde das Löschwasser schlagartig verdampfen und die brennenden Fettpartikel mit sich reißen. Die Feuerwehr spricht hierbei von einem „boil over“, der schon bei kleineren Fettmengen Stichflammen bis zu 10 m Höhe erzeugen kann. Bewährt haben sich im Küchenbereich die Löschdecken. Mit diesen aus schwer entflammbarem Stoff gefertigten Decken lassen sich Flammen auf dem Herd ersticken oder auch in Brand geratene Personen löschen.
Feuer im Maschinenraum
Kommt es zu einem Brand im Motorraum, gilt zuerst:
Motor(en) abstellen, Luftzufuhr stoppen
Gebläse abschalten, Lüftungsschlitze schließen und so dem Feuer den nötigen Sauerstoff entziehen. Fehler in solch einem Fall: Hastig die Motorklappe aufreißen, um nachzuschauen, was los ist.
Gleichzeitiger Stopp der Brennstoffzufuhr u. Stromversorgung
Per Fernbedienung schließt man die Kraftstoffventile am Tank und schaltet die Stromversorgung über den Hauptschalter ab. Erst nachdem der Brennstoffnachschub abgeschnitten ist, beginnt der Löschangriff mit Handfeuerlöscher oder fest installierter Löschanlage. Verwendet werden im Motorraum Löschpulver oder das erstickende Gas CO₂.
Feuer in der Elektroanlage
Wie beim Brand im Motorraum, ist bei Feuer in der Elektrik zunächst die Stromversorgung abzuschalten. Dafür legt man den Hauptschalter um und kappt – wenn angeschlossen – die 230 V Landversorgung. Erst dann wird gelöscht. Hier gilt wieder die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Kokelt es in der Schalttafel, ist der Einsatz eines Pulverlöschers übertrieben. Das Löschpulver richtet in der Kajüte mehr Schaden an als der Brand. Zwar löscht es zuverlässig, hinterlässt aber Rückstände, die eine Totalrenovierung der Inneneinrichtung erforderlich machen.
